Frankfurter Ring 71, München: Effizienz als Gestaltungsprinzip - Neubau
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Für das Büro- und Gewerbequartier am Frankfurter Ring 71 verantworten wir den Entwurf eines Neubaus mit rund 31.300 Quadratmetern Geschossfläche auf über einem Hektar Grundfläche. Das Projekt entsteht in zwei Bauabschnitten und fügt sich in das neu entstehende grüne Gewerbeband am Frankfurter Ring ein – eine städtebauliche Entwicklungsstrategie der Landeshauptstadt München zur Transformation des Areals in ein lebendiges, vernetztes Arbeitsquartier.
Leitgedanke des Entwurfs ist Effizienz als architektonisches Gestaltungsprinzip. Anstelle eines großvolumigen Solitärs entstehen zwei kompakte, real teilbare Gebäude auf Basis eines konsequenten 1,35/8,10-Rasters. Dieses präzise System schafft eine wirtschaftliche Tragstruktur, optimiert die Flächeneffizienz auf über 85 Prozent und ermöglicht langfristige Nutzungsflexibilität. Der Verzicht auf drei Erschließungskerne, neun Aufzüge und anderthalb Untergeschosse reduziert Betonmengen, CO₂-Emissionen und Bauzeit – und senkt die Gesamtbaukosten um rund 20 Prozent.
Energetisch erfüllt der Neubau den Standard eines KfW-Effizienzhauses 40, folgt dem Cradle-to-Cradle-Prinzip und wird über Photovoltaik sowie Fernwärme versorgt. Angestrebt werden Zertifizierungen nach DGNB-Gold und WiredScore-Gold. Das Erdgeschoss integriert ein Autohaus mit Werkstattflächen, darüber bieten flexible Büroeinheiten Raum für hybride Arbeitswelten, Gastronomie und soziale Treffpunkte. Eine begrünte Fassade verleiht dem Gebäude eine eigenständige Präsenz im Stadtraum.
Frankfurter Ring 71 zeigt, dass architektonische Qualität und ökonomische Vernunft einander nicht ausschließen – sondern im präzisen Umgang mit Ressourcen zusammenfinden.