Neuer Standort für Maxburg am Rindermarkt in München
Wie aus einem klassischen Zellenbüro eine offene Arbeitswelt mit Blick über die ganze Altstadt wurde.
München, 15. September 2026. Bei Maxburg fing alles mit dem Blick an. Vierter Stock, Ecklage, und vor den Fenstern rund 270 Grad über den Rindermarkt, das Stadtmuseum und das Rosental. Hinter der raumhohen Verglasung liegt die Altstadt so nah, dass sie zur ständigen Kulisse wird. Diese Qualität hat das Team von CSMM zum Ausgangspunkt des Entwurfs gemacht. Auf rund 850 Quadratmetern ist daraus eine offene, helle Arbeitswelt für 33 Mitarbeitende geworden. Von der ersten Standortprüfung bis zum Umzug aus der Sonnenstraße verstand sich die Zusammenarbeit als integrativer Prozess, in dem die Beratung jeden Schritt begleitete.
Der Weg zum neuen Maxburg Office begann nicht erst beim Entwurf, sondern schon bei der Standortfrage, beim Prüfen, Abwägen und Sichern der Machbarkeit durch CSMM. Am Ende dieser Prüfung stand die Gewissheit, dass der Ort trägt. Sein größtes Potenzial lag im Licht und in der Lage, dazu in einer Großzügigkeit, die von Beginn an Raum zur Entwicklung ließ. Geschnitten war die Fläche zunächst klassisch, mit einzelnen Büros und einer eher kleinteiligen Aufteilung. Im Raumkonzept ging es den Architekt:innen deshalb darum, die Weite, die draußen längst da war, auch innen erlebbar zu machen.
Doch nicht nur die Lage prägte den Entwurf, sondern auch der Charakter des Unternehmens. Maxburg investiert für Stiftungen, Family Offices und institutionelle Investoren und tritt dabei nahbar und unkonventionell auf. Die Entwurfsentwicklung folgte deshalb von Anfang an anderen Leitgedanken: Individualität statt Konvention, Offenheit und Transparenz statt geschlossener Repräsentation, Wertschätzung für Menschen statt Prestige. Diese Haltung sollte die neue Fläche widerspiegeln.
Fotos
Fabian Gruber
Kunstwerke
Christian Muscheid
Bevor daraus Gestaltung werden konnte, galt es, den Rahmen zu schaffen. Zu klären waren die mietvertraglichen und baulichen Fragen sowie die Zuständigkeiten zwischen Vermieter und Mieter. Konzept und Gesamtprozess lagen in der Hand des Teams von CSMM, Die Umsetzung erfolgte in vertrauensvoller und guter Zusammenarbeit mit dem Eigentümerteam.
Mit geklärtem Rahmen begann die eigentliche Gestaltung. „Eine Lage wie diese trägt das gesamte Konzept. Genau deshalb haben wir uns bei der Gestaltung bewusst zurückgenommen. Unsere Aufgabe war es, dem Blick über die Altstadt eine Bühne zu bauen, die er verdient, und ihn nicht zu übertönen.“ So Malte Tschörtner, geschäftsführender Gesellschafter CSMM. Wenn die Stadt für Lebendigkeit sorgt, darf der Raum sich zurücknehmen. Also reduzierte das Planungsteam die Designsprache bewusst und setzte auf großflächige Verglasungen, helle Oberflächen und eine ruhige, großzügige Wirkung. Eine vollverglaste Fassade ist in der Altstadt selten und bringt viel Licht in die Räume. Sie verlangt allerdings einiges von der Haustechnik, etwa beim Hitzeschutz im Sommer, und das war von der ersten Planung an mitgedacht.
Auch im Inneren folgt die Fläche einem klaren Gedanken. Den Auftakt bildet der Empfang mit einladendem Sitzbereich und einer freistehenden Fotowand, die besondere Momente des Teams zeigt und die Unternehmenskultur auf persönliche Weise erlebbar macht. Daran schließt der Mandantenbereich an, mit unterschiedlich großen Meetingräumen, Kaffeestation, Garderobe und modernisierten Sanitärbereichen. Das kommunikative Herz der Fläche ist das Social Heart mit offener Teeküche und Aufenthaltszonen, von dem der Blick über den Rindermarkt in die Altstadt reicht. Damit all das offen bleibt, übernehmen multifunktionale Schreinerlösungen gleich mehrere Aufgaben. Sie schaffen Stauraum, gliedern die Bereiche und bieten Ablage, ohne den Raum zu verstellen.
Den eigenen Charakter und die passende Atmosphäre bekommt die Fläche über die Details. Helle, neutrale Oberflächen treffen auf warme Akzente aus Eichenholz, Stoffen und gezielt gesetzten Farben. Ergänzt wird dies durch retro-inspirierte Elemente und Statement- Leuchten. Vieles davon ist im engen Austausch mit dem Maxburg-Team entstanden. Die Mitarbeitenden dachten mit, hatten klare Meinungen und blieben zugleich offen für Ideen. Im Zentrum steht heute ein großer Tisch im Stil eines WG-Tischs, an dem alle zusammenkommen. Statt austauschbarer Designerstühle stehen Einzelstücke vom Flohmarkt daran, und in den WCs sorgen Motivtapeten für ein spielerisches Detail. So trägt die Fläche eine individuelle Handschrift, die sich nicht kopieren lässt.
„Wir wollten kein Büro, das nach Private Equity aussieht. Wir wollten einen freundlichen Ort schaffen, an dem sich unser Team und unsere Gäste gern aufhalten, der Kommunikation fördert und der halt einfach zu uns passt! CSMM hat uns und unsere Bedürfnisse komplett verstanden und trotz einer ambitionierten zeitlichen Planung einen wunderbaren Raum geschaffen, in dem wir uns sehr wohlfühlen."
Felix Treptow, Partner Maxburg